Die Probleme der Antibiotikaresistenz und der Verbreitung arzneimittelresistenter „Superbakterien“ stellen ernsthafte Risiken für die öffentliche Gesundheit dar – und auch für die Geschäftswelt. Wir sind mit unseren Beteiligungen im Austausch, um deren Strategie zur Antibiotikaresistenz zu diskutieren.

Was immer uns möglich ist, tun wir, um bei  verantwortungsbewusstem Investieren vorne zu sein: Indem wir Themen  identifizieren, die sich auf die Leistung von Unternehmen und auf die Gesellschaft, in der sie tätig sind, auswirken können. Wenn wir ein Problem erkennen, arbeiten wir daran zu verstehen, welchen Einfluss es auf Unternehmen und die Gesellschaft hat. Wir arbeiten gemeinsam mit den Unternehmen – entweder einzeln oder zusammen – um Veränderungen zu bewirken.

Zu diesen Problemen gehört die Antibiotikaresistenz. Horrorgeschichten rund um neue Bakterienstämme, die resistent gegen eine Antibiotikabehandlung sind, wären in einem Stephen-King-Roman nicht fehl am Platz. Aber nicht nur die Gesundheit ist durch die Ausbreitung arzneimittelresistenter Erreger gefährdet: Die gefährlich hohe Antibiotikaresistenz (AMR) wird bis 2050 voraussichtlich die weltweite Produktivität um 100 Billionen US-Dollar vermindern.

Die Risiken von AMR für die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft sind eindeutig besorgniserregend. Und doch gibt es positive Anzeichen für ein besser koordiniertes Vorgehen zwischen Regierungen, Industrie, Investoren und der Zivilgesellschaft. Vor allem Investoren können eine Schlüsselrolle bei  Unternehmen spielen um sicherzustellen, dass diese über belastbare Strategien verfügen, und sie können bewährte Praktiken fördern.

Wir sind stolz darauf, eine Gründerin und Unterzeichnerin der Investoreninitiative Farm Animal Investment Risk & Return (FAIRR) zu sein, die eine Gruppe von mehr als 74 institutionellen Anlegern zusammenbrachte, die gemeinsam über 4,9 Billionen USD verwalten. FAIRR fordert ein Ende des routinemäßigen, nicht therapeutischen Einsatzes von Antibiotika in den Lieferketten der Unternehmen.

Wir bringen uns kollektiv und individuell bei den Unternehmen, in die wir investieren, dafür ein, ihre Strategien zur Antibiotikaresistenz zu diskutieren. Hauptsächlich betrifft dies Unternehmen in den Bereichen Pharma, Lebensmitteleinzelhandel und Produzenten.

Das bisher bemerkenswerteste Ergebnis dieses Prozesses war die Ankündigung, dass McDonald's Antibiotika, die für die Humanmedizin von entscheidender Bedeutung sind, aus seiner globalen Hühner-Lieferkette entfernen würde. Wir haben an den CEO von McDonald's geschrieben, um ihm zu diesem bedeutenden Meilenstein für McDonald's und für die Branche zu gratulieren.

Auf zwischenstaatlicher Ebene gab es auch wichtige Entwicklungen, wobei die Erklärung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) zu AMR die richtungweisende Absichtserklärung war.

Uns wurde die Ehre zuteil, als einzige Versicherungs- und Investmentgesellschaft zu einer Präsentation auf der von der UN initiierten “Call to Action Conference“ über AMR eingeladen zu werden. Wir haben auch eine Ansprache auf der ersten Investorenkonferenz in den USA zur Antibiotikaresistenz im März 2017 gehalten. Das Treffen wurde von FAIRR einberufen.

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RA19/0019/08012020