Unser Brexit-Ansatz

In diesen FAQ erläutern wir, was der Brexit für Aviva Investors und für unsere Kunden bedeutet.

Westminster bridge

1.    Wurde bei Aviva Investors ein spezialisiertes Team für Fragen rund um den Brexit eingerichtet?

Nach dem Referendum wurde ein Projektteam gebildet, in dem alle unsere Geschäftsbereiche und EU-Einheiten vertreten sind. Das Projektteam hat Notfallpläne erstellt, die vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU umgesetzt werden sollen.

2.    Wie wirkt sich der Brexit auf das tägliche Geschäft von Aviva Investors aus?

Wir haben überlegt, wie sich der Austritt aus der EU auf unser Betriebsmodell auswirken wird. Wir sind überzeugt, dass nur geringfügige Änderungen an den bestehenden Organisationsstrukturen erforderlich sind, und wir werden die Situation weiterhin überprüfen, um festzustellen, ob nach dem Ende der Übergangszeit weitere Anpassungen erforderlich sein könnten.

Angesichts der Bemühungen der Financial Conduct Authority (FCA) und des britischen Finanzministeriums zur Minimierung von Markt- und Betriebsstörungen erwarten wir keine Auswirkungen auf unsere britische Fondspalette.

Wir sind auch grenzüberschreitend tätig und nutzen eine Vielzahl von Fondsstrukturen, um den Anforderungen der Kunden in verschiedenen Regionen nachzukommen. Seit mehreren Jahren können wir europäische Kunden über unsere Einheit in Luxemburg und das SICAV-Fondsangebot sowie über unsere  starken Standbeine in Irland und Frankreich gut betreuen.

3.    Wie wird sich der Brexit auf die Fähigkeit von Aviva Investors auswirken, Anlagemöglichkeiten in Europa zu erschließen?

Wir beobachten die Geschehnisse und Finanzmärkte weiterhin genau, ebenso wie die daraus resultierenden Risiken und Chancen. Ein regelmäßiger Fonds-Stresstest für verschiedene Szenarien ist zentraler Bestandteil unseres täglichen Anlage- und Risikomanagementprozesses, was uns hilft, fundierte Entscheidungen zum Schutz von Kundenportfolios zu treffen.

Das Asset-Management-Geschäft ist global und der Brexit wird sich nicht auf unsere Fähigkeit auswirken, weiterhin die passendsten Investitionsmöglichkeiten für Kunden in ganz Europa und darüber hinaus zu finden.

4.    Wie bereitet sich Aviva Investors auf einen „harten" oder „No Deal"-Brexit vor?

Obwohl eine Vereinbarung getroffen wurde, die es dem Vereinigten Königreich erlaubt, die EU nach einer Übergangszeit zu verlassen, beobachten wir die Situation weiterhin bis Ende Dezember 2020, wenn die zukünftigen Beziehungen des Vereinigten Königreichs zur EU klarer werden.

Nach den jüngsten Ankündigungen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA),  der Europäischen Kommission und anderen europäischen Aufsichtsbehörden zu Kooperationsvereinbarungen gehen wir davon aus, dass wir nach dem Brexit weiterhin Portfolio-Management-Aktivitäten aus der EU ins Vereinigte Königreich auslagern oder delegieren können. Das wird uns ermöglichen, die Expertise, die wir im Vereinigten Königreich haben, weiterhin zu nutzen (s. auch Frage 5).

5.    Was ist Ihr Standpunkt zur Delegierung der Portfolioverwaltung?

Die Möglichkeit, Anlage- und Risikomanagementaktivitäten zu delegieren, ist wichtig für die Geschäftsmodelle in der gesamten Vermögensverwaltungsbranche. Wir glauben, dass das aktuelle, weltweit anerkannte Delegierungsmodell die Interessen der Kunden schützt und ihnen Zugang zu einem breiten Spektrum an Anlagemöglichkeiten und Fachkompetenz verschafft.

Die Fortsetzung der Delegation nach dem Brexit hängt davon ab, ob Kooperationsabkommen zwischen den Regulierungsbehörden des Vereinigten Königreichs und der EU-Mitgliedstaaten existieren. Wir sind ermutigt, dass es zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU zu einer Einigung gekommen ist.

Unserer Ansicht nach wird es uns unsere derzeitige Organisationsstruktur ermöglichen, bestimmte Schlüsseltätigkeiten bei einem angemessenen Maß an Governance und Aufsicht auch nach dem Brexit weiterhin ins Vereinigte Königreich zu delegieren.

6.    Gibt es vor dem Brexit irgendwelche Veränderungen in Ihren EU-Zweigstellen?

Unsere europäischen Niederlassungen werden als Niederlassungen unseres luxemburgischen Unternehmens weiterhin Anlagedienste und -aktivitäten anbieten. Die entsprechenden aufsichtsrechtlichen Genehmigungen haben wir erhalten. Die künftige Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU ist noch nicht klar, und wir beobachten die Situation weiterhin, um sicherzustellen, dass wir im Rahmen des neuen Abkommens den optimalen Ansatz verfolgen. 

7.   Was passiert mit EU-Fonds, die an britische Investoren vertrieben werden?

Einige Fonds von Aviva Investors haben ihren Sitz in Europa und werden derzeit über einen EU-Passport an britische Investoren vertrieben. Die FCA hat ein System zeitlich begrenzter Genehmigungen eingeführt, um britischen Anlegern am Ende der Übergangszeit weiterhin Zugang zu EU-UCITS zu gewähren. Aviva Investors werden die entsprechenden Ankündigungen der betreffenden Fonds vor der Frist der FCA einreichen.

Das Richtige tun

Investieren ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit. Wir schulden nicht nur unseren Kunden, die uns ihr Kapital anvertraut haben, sondern auch der Gesellschaft im Allgemeinen Rechenschaft. Um unserer Rolle gerecht zu werden, müssen wir die Unternehmen, in die wir investieren, in Bezug auf die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Governance) zur Verantwortung ziehen.

Verantwortungsvolles Investieren

Wir wollen eine vielversprechende, nachhaltige Zukunft aufbauen, die robust ist und alle einschließt. Verantwortungsvolles Investieren ist nicht nur ethisch richtig, sondern macht auch finanziell Sinn.

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