Unser Brexit-Ansatz

Wir arbeiten seit über zwei Jahren daran, dass unser Geschäft für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union 2019 vorbereitet ist. In diesen FAQs erläutern wir, was der Brexit für Aviva Investors und unsere Kunden bedeutet.

Westminster bridge

1.    Wurde bei Aviva Investors ein spezialisiertes Team für Fragen rund um den Brexit eingerichtet?

Nach dem Referendum wurde ein Projektteam gebildet, in dem alle unsere Geschäftsbereiche und EU-Einheiten vertreten sind. Das Projektteam hat Notfallpläne erstellt, die vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs im März 2019 umgesetzt werden sollen.

2.    Wie wirkt sich der Brexit auf das tägliche Geschäft von Aviva Investors aus?

Wir sind davon überzeugt, dass die wahrscheinlichsten Szenarien nur mit relativ geringfügigen Änderungen an vorhandenen organisatorischen Strukturen verbunden sein werden.

Wir haben Überlegungen angestellt, wie sich die Situation nach dem Brexit, einschließlich eines „harten Brexit“ ohne Übergangsperiode, auf unser Geschäftsmodell auswirken könnte. Angesichts der Arbeit der Financial Conduct Authority (FCA) und des HM Treasury zur Minimierung von Markt- und Geschäftsstörungen erwarten wir keine Auswirkungen auf unser UK-Fondsangebot.

Wir sind auch grenzüberschreitend tätig und nutzen eine Vielzahl von Fondsstrukturen, um den Anforderungen der Kunden in verschiedenen Regionen nachzukommen. Seit mehreren Jahren können wir europäische Kunden über unsere Einheit in Luxemburg und das SICAV-Fondsangebot sowie über unsere  starken Standbeine in Irland und Frankreich gut betreuen.

3.    Wie wird sich der Brexit auf die Fähigkeit von Aviva Investors auswirken, Anlagemöglichkeiten in Europa zu erschließen?

Wir beobachten die Geschehnisse und Finanzmärkte weiterhin genau, ebenso wie die daraus resultierenden Risiken und Chancen. Ein regelmäßiger Fonds-Stresstest für verschiedene Szenarien ist zentraler Bestandteil unseres täglichen Anlage- und Risikomanagementprozesses, was uns hilft, fundierte Entscheidungen zum Schutz von Kundenportfolios zu treffen.

Das Asset-Management-Geschäft ist global und der Brexit wird sich nicht auf unsere Fähigkeit auswirken, weiterhin die passendsten Investitionsmöglichkeiten für Kunden in ganz Europa und darüber hinaus zu finden.

4.   Wie bereitet sich Aviva Investors auf einen „harten" oder „No Deal"-Brexit vor?

Unser Brexit-Projektteam hat sich auf verschiedene Szenarien vorbereitet, einschließlich eines „No Deal“. Sollte es zu einem harten Brexit am 29. März 2019 kommen, gehen wir davon aus, dass wir geschäftlich darauf vorbereitet sind.

Nach den jüngsten Ankündigungen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), der Europäischen Kommission und anderen europäischen Aufsichtsbehörden zu Kooperationsvereinbarungen gehen wir davon aus, dass wir nach dem 29. März 2019 weiterhin Portfolio-Management-Aktivitäten aus der EU ins Vereinigte Königreich auslagern oder delegieren können. Das wird uns ermöglichen, die Expertise, die wir im Vereinigten Königreich haben, weiterhin zu nutzen (s. auch Frage 6).

5.    Wie sehen Sie eine Übergangsregelung?

Es ist wichtig, dass Asset-Management-Gesellschaften ausreichend Zeit haben, Notfallpläne umzusetzen um sicherzustellen, dass sie Kunden weiterhin gut betreuen können. Das Vereinigte Königreich und die Europäische Union haben zwar eine Vereinbarung über die Konditionen für eine Übergangszeit ab 29. März 2019 getroffen, diese würden aber erst in Kraft treten, wenn das britische Parlament, das europäische Parlament und der EU-Rat dem Austrittsabkommen zustimmen. 

6.    Wie ist Ihre Position zur Delegation im Portfolio-Management?

Die Möglichkeit, Investment- und Risikomanagement-Aktivitäten zu delegieren, ist für Geschäftsmodelle in der gesamten Asset-Management-Branche wichtig. Wir glauben, dass das derzeitig gültige und weltweit anerkannte Delegationsmodell die Interessen der Kunden schützt und ihnen Zugang zur breitesten Palette an Investitionsmöglichkeiten und Know-how bietet.

Es wäre nicht im besten Interesse von britischen oder EU-Anlegern den Zugang zu wichtigen Investment Management- und Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten zu beschränken. Daher werden wir weiterhin fundierte Gespräche mit den betroffenen Parteien unterstützen – für die Fortführung des Delegationsmodells.

Die Fortsetzung der Delegation nach dem Brexit hängt davon ab, ob Kooperationsabkommen zwischen den Regulierungsbehörden des Vereinigten Königreichs und der EU-Mitgliedstaaten existieren. Wir sind ermutigt durch die jüngsten Erklärungen verschiedener europäischer öffentlicher Organisationen, einschließlich der Ankündigung der ESMA am 30. Januar 2019, dass man sich auf wesentliche Punkte einer regulatorischen Zusammenarbeit geeinigt hat. Wir gehen davon aus, dass einzelne Regulierungsbehörden diese jetzt bei der FCA unterzeichnen können.

Unserer Ansicht nach wird es uns unsere derzeitige Organisationsstruktur ermöglichen, bestimmte Schlüsseltätigkeiten bei einem angemessenen Maß an Governance und Aufsicht auch nach dem Brexit weiterhin ins Vereinigte Königreich zu delegieren.

7.    Gibt es vor dem Brexit irgendwelche Veränderungen in Ihren EU-Zweigstellen?

Unsere europäischen Niederlassungen werden weiterhin Investmentdienstleistungen und -aktivitäten als Niederlassungen unserer Luxemburger Gesellschaft erbringen. Wir arbeiten mit den zuständigen nationalen Behörden zusammen um sicherzustellen, dass wir die richtigen regulatorischen Genehmigungen erhalten, bevor das Vereinigte Königreich die EU verlässt. 

8. Was passiert mit EU-Fonds, die an britische Investoren vertrieben werden?

Einige Fonds von Aviva Investors haben ihren Sitz in Europa und werden derzeit über einen EU-Passport an britische Investoren vertrieben. Die FCA hat ein System zeitlich begrenzter Genehmigungen eingeführt, um britischen Anlegern im Falle eines No Deal-Brexit weiterhin Zugang zu EU-UCITS zu gewähren. Aviva Investors beabsichtigt, von dieser Bestimmung Gebrauch zu machen und wird dies für die betroffenen Fonds vor Ende der Frist am 28. März 2019 bekannt geben.

Das Richtige tun

Investieren ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit. Wir schulden nicht nur unseren Kunden, die uns ihr Kapital anvertraut haben, sondern auch der Gesellschaft im Allgemeinen Rechenschaft. Um unserer Rolle gerecht zu werden, müssen wir die Unternehmen, in die wir investieren, in Bezug auf die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Governance) zur Verantwortung ziehen.

Verantwortungsvolles Investieren

Wir wollen eine vielversprechende, nachhaltige Zukunft aufbauen, die robust ist und alle einschließt. Verantwortungsvolles Investieren ist nicht nur ethisch richtig, sondern macht auch finanziell Sinn.

Weiterlesen
Responsible investing image