In dieser Ausgabe geht es um die Marktkapitalisierung von Tesla im Vergleich zu den fünf größten europäischen Automobilherstellern („Big Five“), die durchschnittlichen Ausgaben eines FTSE 100-Unternehmens für soziale Verantwortung (CSR) im Verhältnis zum Einkaufsbudget und die beliebtesten Gründe für CEOs, um sich zu neuen Ufern aufzumachen.

Hat Tesla bei der Marktkapitalisierung die europäischen „Big Five“ überholt?

Der Kurs der Tesla-Aktie hat sich unglaublich stark entwickelt, da sich die Anleger in die Wachstumsstory von Elon Musk einkaufen. Rückenwind erhielt das Unternehmen durch die Bemühungen zur Dekarbonisierung der Industrie und das Potenzial elektrischen Stroms zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens – zusammen mit der Begeisterung für ein zukünftiges Ökosystem aus technologiefähigen Zusatzlösungen und innovativen potenziellen Wachstumsbereichen wie SpaceX und künstlicher Intelligenz. Für viele ist Tesla ebenso Tech-Unternehmen wie Automobilhersteller.

Die Tesla-Aktie stieg letztes Jahr um satte 690 Prozent

Die Tesla-Aktie stieg letztes Jahr um satte 690 Prozent von bescheidenen 88,60 USD auf 699,99 USD. Dadurch hat sich Tesla zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt mit einer Marktkapitalisierung von 630 Milliarden USD entwickelt. Dieser positive Trend setzte sich bis Anfang 2021 fort, wobei die höchste Bewertung (837 Milliarden USD) am 2. Februar erreicht wurde.

Abbildung 1: Teslas Marktkapitalisierung seit der Gründung am 29. Mai 2010 (USD)
Quelle: EIKON, Aviva Investors, Stand: 11. Mai 2021

Die Marktkapitalisierung von Tesla ist seitdem zwar auf 606 Milliarden USD zurückgegangen, lässt aber die fünf größten europäischen Automobilhersteller (Volkswagen, BMW, Daimler, Renault und Peugeot) immer noch deutlich hinter sich.

Die folgende Grafik (Abbildung 2) zeigt das Wachstum von Tesla seit 2017. Damals betrug die Marktkapitalisierung weniger als ein Viertel der Marktkapitalisierung der europäischen „Big Five“. Heute ist sie mehr als doppelt so hoch. 

Abbildung 2: Tesla im Vergleich zu den europäischen „Big Five“ (Marktkapitalisierung in USD)
Quelle: Bloomberg, Aviva Investors, Stand: 11. Mai 2021

Der Halo-Effekt: Kann ein Unternehmen seine Lieferkette zugunsten des Gesamtwohls ändern?

Jedes Jahr wird von Unternehmen das Einkaufsbudget geplant und der Betrag festgelegt, der für den Kauf von Lieferungen oder Dienstleistungen zur Verfügung steht, die für die Ausübung der Geschäftstätigkeit benötigt werden.

Abbildung 3 zeigt, dass das durchschnittliche Einkaufsbudget eines FTSE 100-Unternehmens zwar 4 Milliarden GBP beträgt, die durchschnittlichen CSR-Ausgaben aber nur 10 Millionen GBP – das entspricht einem Verhältnis von 400:1.

Abbildung 3: Einkaufsbudget im Vergleich zu den CSR-Ausgaben eines durchschnittlichen FTSE 100-Unternehmens1

The average procurement budget of a FTSE 100 company is 400 times its spending on CSR
Quelle: „Buy social corporate challenge: Year 3 impact report“, Social Enterprise UK 2019
Jedes Unternehmen kann mit seinen vorgelagerten Lieferanten in der Wertschöpfungskette eine Rolle spielen

Einerseits ist das deprimierend. Andererseits zeigt es, wie viel ungenutztes Potenzial für die Bewältigung ökologischer und sozialer Probleme in der Lieferkette schlummert. Dabei kann jedes Unternehmen mit seinen vorgelagerten Lieferanten in der Wertschöpfungskette eine Rolle spielen.

Unterschiedliche Initiativen wie die „Buy Social Corporate Challenge“ zielen darauf ab, dieses in den Unternehmensausgaben liegende Potenzial auszuschöpfen. Indem bei sozialen Unternehmen (Unternehmen mit einer sozialen oder ökologischen Mission) eingekauft wird, soll ein gesamtgesellschaftlicher Nutzen erreicht werden.

So kauft PwC Toilettenartikel für die Mitarbeiter-Waschräume bei The Soap Co. ein, einem Hersteller von veganen, tierversuchsfreien, natürlichen und zertifizierten plastikfreien Produkten, und beschäftigt in Großbritannien Menschen mit Sehbehinderung oder anderen Behinderungen.2

Was sind die häufigsten Gründe für CEOs, ihr Unternehmen zu verlassen

Die Pensionierung ist bei einem von zwei scheidenden CEOs 

Eine Untersuchung des Ausscheidens von 7.610 leitenden Angestellten von S&P 1500-Unternehmen zwischen 2000 und 2018 zeigt, dass offiziell die Pensionierung als Grund angegeben wird – dies ist bei einem von zwei scheidenden CEOs der Fall.

Als zweithäufigster und dritthäufigster Grund wird „Sonstige“ und „aus beruflichen Gründen entlassen“ genannt – dies trifft bei etwa einem von drei bzw. sechs CEOs zu.

Im Durchschnitt verließen lediglich zwei Prozent ihr Unternehmen, weil sich ihnen anderswo eine neue Chance bot. Ob hinter den „offiziellen Gründen“ einer Kündigung mehr steht, als auf den ersten Blick ersichtlich, stellt sich oftmals erst nach längerer Zeit heraus.

Abbildung 4: Gründe für den Abschied des CEO3

Quelle: „A database of CEO turnover and dismissal in S&P 1500 firms, 2000–2018“, 9. März 2021.

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