Im Zweifel einfach mal nichts tun

"Der Aktienmarkt ist ein «Verschiebebahnhof», in dem das Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen wandert", Warren Buffett

Lesedauer: 3 Minuten

Kernaussagen

  1. Wenn die Aktienmärkte volatil werden, ist es wichtig, nicht in Panik zu geraten, in Eile zu handeln und Entscheidungen zu treffen, die man später bereut - manchmal ist nichts tun die beste Vorgehensweise.
  2. Rückschläge an der Börse sind unvermeidlich. Doch wie wir alle wissen, sind die Märkte, langfristig betrachtet, mehr gestiegen als gefallen.
  3. Die Zeit auf dem Markt schlägt das Timing des Marktes: Es ist leicht, die besten Gewinne zu verpassen; deshalb ist es wichtig, investiert zu bleiben und den Investitionen die Zeit zu geben, die sie benötigen, um sich zu entfalten.

Aktienmärkte können volatil und herausfordernd sein und selbst den standhaftesten Anlegern manchmal Angst und Nervosität einflößen. Da sie von Natur aus unberechenbar sind, verhalten sie sich nicht immer so, dass sie beruhigend auf die Anleger wirken.

Es ist wichtig, sich an die Vorteile langfristiger Investitionen und die Gefahren des Market Timing zu erinnern.

Manchmal ist das Beste, was man tun kann, nichts zu tun. Halten Sie sich stattdessen einfach an den langfristigen Finanzplan und vertrauen Sie auf Ihre Fondsmanager, mit schwierigen Märkten umzugehen. Wir sagen nicht, dass dieser Ansatz einfach ist; in der Tat kann das Nichtstun manchmal die schwierigste Entscheidung sein, die man treffen muss. Unter Druck wollen wir alle beschäftigt aussehen, da wir befürchten, dass Untätigkeit als Mangel an Initiative missverstanden wird. Dennoch können die Märkte immer noch beunruhigend sein.

Vor diesem Hintergrund finden Sie hier drei unbestreitbare und beruhigende Fakten, die Ihnen und Ihren Kunden dabei helfen, gelassener auf die Märkte zu schauen.

1) Börseneinbrüche sind unvermeidlich

Die Unsicherheit und Angst vor Börsenstürzen können dazu führen, dass Menschen ihre Anlagen zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen oder Investitionen ganz vermeiden. In Wirklichkeit sind solche Rückgänge alltäglich und dauern nicht sehr lange.

Der US-Aktienmarkt1 hat beispielsweise in 30 der letzten 50 Jahre einen Rückgang von mehr als zehn Prozent erlitten.

  • In sechs von zehn Fällen fallen die Aktienmärkte irgendwann im Jahr um mehr als zehn Prozent. 
  • In sechs von zehn Fällen fallen die Aktienmärkte irgendwann im Jahr um mehr als zehn Prozent. 
  • Im Durchschnitt beginnt der Markt diese Verluste nach 72 Tagen wieder aufzufangen.

2)  Die Aktienmärkte steigen längerfristig

Trotz Rezessionen, Volatilitätseinbrüchen und Kriegen hat der US-Aktienmarkt1 in 39 der vergangenen 50 Jahre eine positive Rendite erzielt; das sind 78 Prozent der gesamten Zeitspanne.

Abbildung 1: Die Performance ist normalerweise positiv (Calendar Performance des S&P500 Index in Pfund Sterling)
Quelle: Lipper, ein Unternehmen von Thomson Reuters, per 31. Dezember 2019
Quelle: Lipper, ein Unternehmen von Thomson Reuters, per 31. Dezember 2019

Die Wertentwicklung der Vergangenheit stellen keine Garantie für zukünftige Erträge dar.

Trotzdem kann es bei einem Rückgang des Aktienmarktes entmutigend sein, investiert zu bleiben. Als die Banken zusammenbrachen und sich die Aktienmärkte 2007-08 im freien Fall befanden, war es selbst für die optimistischsten unter uns schwer vorstellbar, dass es 2009 eine starke Erholung geben würde. Wenn die Aktienmärkte jedoch schwierige Phasen durchlaufen, ist es nicht ungewöhnlich, dass die nachfolgende Periode starke Investitionsrenditen aufweist. So erreichte der S&P 500 im März 2009 seinen Tiefststand, doch zum Jahresende konnte der Markt wieder um 65 Prozent zulegen und die Verluste aus dem Vorjahr mehr als wettmachen. 

3) Die Gefahr eines Marktaustritts

Wenn ein Investor eine sehr geringe Anzahl von Tagen mit starken Renditen verpasst, kann er seine längerfristigen Erträge ruinieren. Wenn Sie zum Beispiel von Ende 1999 bis Ende 2019 in den US-Aktienmarkt 1 investiert waren und in diesen 20 Jahren nur die ersten zehn Tage verpasst haben, würde Ihre annualisierte Rendite von 7,1 Prozent auf 3,5 Prozent sinken. Wenn Sie mehr Tage verpassen, werden die Renditen noch schlechter. Wenn Sie 30 Tage aussetzen, wird Ihre jährliche Rendite negativ sein.

Dies ist besonders für nervös eingestellte Anleger von Bedeutung, da die Tage, an denen die Märkte ihre stärksten Gewinne verzeichnen, oft auf einen größeren Ausverkauf folgen. Anleger, die als Reaktion auf die Volatilität verkaufen, gehen bewusst Verluste ein und schließen sich möglicherweise von den folgenden Gewinnen aus.  

Abbildung 2: Annualisierte Renditen des S&P 500 (in Pfund Sterling): Auswirkung des Ausbleibens der besten Tage
Quelle: Lipper, ein Unternehmen von Thomson Reuters. Daten vom 31. Dezember 1999 bis zum 31. Dezember 2019. Die Renditen sind in GBP angegeben.
Quelle: Lipper, ein Unternehmen von Thomson Reuters. Daten vom 31. Dezember 1999 bis zum 31. Dezember 2019. Die Renditen sind in GBP angegeben.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit stellen keine Garantie für zukünftige Erträge dar.

Diese drei einfachen Botschaften werden von Anlegern gut verstanden, wenn es gut läuft. Dennoch müssen wir uns an sie erinnern und dürfen sie nicht über Bord werfen, wenn die Aktienmärkte ihre nächste schwierige Phase durchlaufen. In Wahrheit brauchen wir manchmal einfach nur das Vertrauen, überhaupt nichts zu tun.

Quelle:

 1. Definiert durch den S&P 500 Index (in Pfund Sterling)

 

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