Immobilien – Ausblick für 2020: Kontinentaleuropa

Zum Ende des Jahres 2019 werfen Vivienne Bolla und Souad Cherfouh einen Blick auf die zentralen Themen, welche die europäischen Immobilienmärkte im Jahr 2020 und darüber hinaus prägen werden.

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Die Chancen im europäischen Immobilienmarkt werden von der Erwartung eines längerfristig niedrigen Zinsniveaus und den Abwärtsrisiken in Bezug auf die Wachstumsaussichten geprägt. Vor diesem Hintergrund dürfte der Appetit auf qualitativ hochwertige Immobilien mit nachhaltigen Ertragsströmen weiterhin stark anhalten. Anleger sollten jedoch beim Eingehen von Ertragsrisiken vorsichtig sein und eine intensive Vermögensverwaltung oder Entwicklungsstrategien nur selektiv einsetzen.

Der Appetit auf hochwertige Immobilientitel mit nachhaltigen Ertragsströmen hält wahrscheinlich weiterhin stark an.

Angesichts der Risikobilanz ist es angebracht, sich auf erstklassige Standorte anstatt auf zweitrangige Standorte zu konzentrieren, darunter Standorte mit Talentclustern und wertschöpfender Wirtschaftsaktivität, sowie auf Unternehmen, die in der Lage sind, Agglomerationseffekte zu nutzen. Paris sticht als Magnet für weltweite Talente heraus. Stockholm, Berlin, Amsterdam und Kopenhagen verfügen im digitalen und im biotechnologischen Bereich über weltweit anerkannte Cluster, während München, Frankfurt und Dublin mit lebhaften Aktivitäten in den Sektoren Finanzwirtschaft, Automobile, Informations- und Kommunikationstechnologie, Medien, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Maschinenbau im globalen Wettbewerb stehen.

Während die Preise an den Spitzenmärkten im historischen Vergleich hoch erscheinen, sind die meisten Märkte in Europa auf risikobereinigter Basis angesichts der günstigen relativen Preisgestaltung aufgrund der geringen Renditen der Staatsanleihen attraktiv. Generell sehen Logistik- und Büromärkte attraktiver aus als der Einzelhandel.

Anleger bevorzugen zunehmend starke Assets in den besten Standorten

Die meisten europäischen Logistikmärkte wurden durch den Übergang zum E-Tailing angekurbelt, aber die herausragenden Standorte scheinen Randstad, Paris und Kopenhagen zu sein. In Paris dürften starke Nutzermärkte die Wertentwicklung von Büroflächen vorantreiben, wo Entwicklungsbeschränkungen Spielraum für ein nachhaltiges Mietwachstum lassen. Die Aussichten in Kopenhagen, einigen deutschen Städten, Amsterdam und Lyon sehen ebenfalls positiv aus. Während die Neubewertung von Einzelhandels-Assets weniger stark ausgeprägt war als im Vereinigten Königreich, erwarten wir, dass sie sich in Nicht-Kern-Standorten herausbilden wird, wobei die Anleger zunehmend starke Assets in den besten Standorten bevorzugen.

Hinsichtlich der Zukunft erwarten wir, dass sich mehr Anleger fragen werden, was ihre Immobilienallokationen über die finanzielle Rendite hinaus erreichen können. Anleger machen sich zunehmend Gedanken über die Auswirkungen ihrer Anlagen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und suchen nach Möglichkeiten, die Infrastruktur Europas zu verbessern und einen gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen. Die Annahme einer langfristigen, direkt auf Eigentümer bezogenen Haltung, ist entscheidend.

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