Von russischen Hackern, die bei Wahlen anderer Länder mitmischen, bis hin zu Unternehmen, deren Daten geklaut werden, entdecken die Menschen die harte Wirklichkeit rund um Daten. Wir beleuchten das Resultat der europäischen Forderung nach einer „Magna Carta“ für Daten und untersuchen die Auswirkungen des immer strengeren Datenschutzes auf Investitionen.

Tim Berners-Lee, Begründer des World Wide Web, beschreibt sich selbst als „auf der Spitze eines Berges stehender Optimist, dem der Wind entgegenbläst“.1 Wenn der Begründer des Internets von den Herausforderungen spricht, die durch das offene weltweite Netz entstehen, tut man gut daran, zuzuhören. Seine Worte spiegeln die jüngsten Befürchtungen über den Datenschutz im Internet wider.

Das Internet fußt auf einer Kultur der Offenheit, die auch Facebook und Google aufgegriffen haben. Heute wird das Internet vor allem aufgrund seiner Netzwerkeffekte genutzt. Da die großen digitalen Anbieter nun beinahe eine Monopolstellung genießen, interessieren sich die digitalen Benutzer näher für die Kompromisse, die von ihnen verlangt werden. Einerseits kommen sie in den Genuss außerordentlicher kostenloser Dienste, von Messaging bis hin zu Landkarten. Andererseits beruht das dominante Geschäftsmodell auf der umfassenden Verfolgung der Benutzer. Die Benutzer bezahlen die kostenlosen Dienste mit Daten über ihr persönliches Such- und Konsumverhalten, die Jahr für Jahr gesammelt werden.

Man erhält das, wofür man bezahlt

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um einen Tausch, der die direkten Kosten für die Benutzer minimiert, es jedoch Technologieunternehmen ermöglicht, im Gegenzug deren Privatleben zu erforschen. Was am Anfang vielleicht nicht sofort klar war, ist der schiere Umfang der Transaktion – wie viele Informationen die Datenbranche aus einer digitalen Identität herausholen kann und wie mächtig die Plattformbetreiber eines Tages sein würden. Auf dem Spiel stehen riesige Mengen detaillierter Informationen, die ausgewertet werden können, um neue Dienste mit Informationen zu versorgen, Inhalte zu steuern und Preise individuell zu gestalten.

Heute ist es schwierig, den wahren Wert digitaler Dienstleistungen zu bewerten, auf die die meisten Nutzer kostenfrei zugreifen. In den sogenannten Discrete Choice-Versuchen am Massachusetts Institute of Technology (MIT), unter der Leitung von Professor Erik Brynjolfsson, wurde den Probanden Bargeld für digitale Güter angeboten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Benutzer monatlich ca. 14 USD für Facebook, aber bis zu 500 USD für E-Mail und 1.300 USD für Suchmaschinen aufwenden würden.2 Die Nachfrage nach Annehmlichkeit und Vernetzung ist also sehr groß.

Privatsphäre in der Datenwelt

Obwohl jeder Benutzer nach europäischen Recht Anspruch darauf hat, seine Daten zu kontrollieren, haben sorgfältig formulierte Geschäftsbedingungen eine umfassende Datenerfassung ermöglicht. Ein Großteil der erhobenen Daten wird nicht einmal von First Party-Websites bezogen. Leser von Online-Zeitungen dürfen sich nicht wundern, wenn eine Publikation, die online um die Zustimmung der Besucher bat und sie erhielt, genau weiß, welche Seiten gelesen wurden. Viel überraschender sind die anderen genauen Daten, die Datensammler erheben. In jüngster Zeit hat das Web Transparency and Accountability Project der Princeton University 80.000 externe Dienste gefunden, die auf den am häufigsten besuchten Websites weltweit Daten sammeln.3 Die meisten Apps sammeln Daten, die auch Dritten bekanntgegeben werden.

Obwohl personenbezogene Daten durch Anonymisierung geschützt werden müssen – zum Beispiel durch die Entfernung sensibler Daten oder den Einsatz numerischer Identifikationsfaktoren – ist es wegen des möglichen Datenvergleichs aus verschiedenen Quellen immer schwieriger, inkognito im Netz unterwegs zu sein. Einem Sprecher der US Federal Communications Commission zufolge sei es lächerlich zu glauben, dass persönliche Daten nicht zurückverfolgt werden könnten.4

Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass Überwachung abschreckt.

Das dürfen wir nie vergessen, denn Information ist Macht. Daten sind ein wesentlicher Bestandteil des Informationszeitalters. Es wird unweigerlich zu Spannungen zwischen den Benutzern und jenen kommen, die sich die Daten beschaffen wollen, um sie zu analysieren. Unerwünschte Offenlegungen können beispielsweise langfristige Auswirkungen auf Arbeitssuchende oder Kreditnehmer haben. Die Benutzer werden sich langsam bewusst, dass sie bald keine Privatsphäre mehr haben. Die dadurch entstehenden Ängste sind ebenfalls problematisch, denn sie hemmen eine offene Debatte, die den gesellschaftlichen Wandel fördert. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass Überwachung abschreckt und die Menschen daran hindert, ihre Rechte auszuüben, sogar, wenn sie sich gesetzestreu verhalten.5

Die Technologien, die in täglich verwendeten Geräten integriert sind, generieren immer mehr Daten. Mit dem Internet der Dinge nehmen Menge, Geschwindigkeit und Vielfalt der erfassten Informationen rasant zu. Einige Daten werden gezielt erfasst, die meisten sind jedoch die Nebenwirkung digitaler Interaktionen. Wenn bereits ein einziges britisches Start-up 1,1 Milliarden Annäherungssensoren besitzt, die über kommerzielle Verbindungen mit Smartphones interagieren6, welche Datenberge können dann erst in Zukunft generiert werden?

Eine Welt, die von Sensoren definiert und von GPS-Grenzen durchzogen ist, ist immer offen und stellt uns vor sehr konkrete Probleme in Bezug auf Privatsphäre und Datensicherheit. Sie wirft auch viel größere Fragen der Macht und des Systemdesigns auf – wessen Werte dargelegt sind, wer einbezogen ist und wer in Zukunft davon profitiert, so Dr. Jathan Sadowski, ein Postdoc-Forscher an der Universität Sydney, in einem noch zu veröffentlichenden Papier.7 „Wenn wir Daten als Kapital, als wertvolles Gut, als Machtquelle verstehen, dann müssen wir uns fragen, wie sie erhoben werden“, meint Sadowski. Wenn die Privatsphäre schrumpft, wo bleiben dann die Rechte des Einzelnen?

Privatsphäre – ein uraltes Problem

Das Konzept der Privatsphäre ist knifflig, von der Kultur abhängig und unstetig. Im Großen und Ganzen meint es das Recht, in Ruhe gelassen zu werden und keine unerwünschten Eingriffe zu erleiden. Was aber in manchen Kulturkreisen ein unerwünschter Eingriff ist, ist in anderen keiner. Seien es nun Gespräche über Ihr Einkommen oder Nudismus in der Öffentlichkeit, jede Gesellschaft hat eine eigene Meinung dazu.

Als die Vereinten Nationen 1948 mit der Erklärung der Menschenrechte gemeinsame Grundregeln festlegten, wurde beschlossen, dass niemand einer willkürlichen Einmischung in Privatsphäre, Familie, Heim oder Korrespondenz ausgesetzt werden dürfe.8 Diese Forderung ist heute längst Gesetz, wobei sich Europa viel stärker für den Datenschutz einsetzt als die USA.

Seit 1948 hat sich die Welt geändert. Technologie ist allgegenwärtig – zu Hause, am Arbeitsplatz und unterwegs. Jeder, der gern die Einzelheiten seines Lebens in einem Blog teilt, über einen offenen Video-Link mit Freunden chattet und Selfies mit eingebetteten Standortdaten postet, meint vielleicht, das Konzept Privatsphäre sei ein alter Hut.

„Die Menschen teilen heute Daten verschiedenster Natur sehr viel offener und mit viel mehr Menschen“, behauptete Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, bereits im Jahr 2010. „Diese soziale Norm hat sich ganz einfach weiterentwickelt.“9

Doch die Bereitschaft, offen zu sein, kann verschieden Formen annehmen. In manchen Ländern, etwa Deutschland und Frankreich, ist die Bereitschaft, die Privatsphäre aus Bequemlichkeit einzutauschen (siehe Abbildung 1), eher gering. In Schwellenländern wie Indien, China und weiten Teilen des Nahen Ostens nimmt die Annehmlichkeit einen höheren Stellenwert ein.

Professor Barry O’Sullivan, Direktor des Insight Centre for Data Analytics am University College, Cork, stimmt nicht mit Zuckerberg überein. Abgesehen davon wendet sich Facebook selbst von dieser Meinung immer stärker ab. Da Daten eine zunehmend wertvolle Währung für Forschung und Wirtschaft sind, sollten die Privatsphäre und die Notwendigkeit, altersgerechte Inhalte zu gewährleisten, in den Mittelpunkt rücken.

„Den Menschen wird die Privatsphäre immer wichtiger. Sie sorgen sich um die Auswirkungen der Technologie auf ihre Kinder. Und insbesondere um die Folgen der Technologie auf die Gesellschaft als Ganzes. Diesen Sorgen zugrunde liegt die Übertragung personenbezogener Daten. Und die Technologie, die zu diesem Zweck eingesetzt wird, ist besonders raffiniert.

Figure 1: Willingness to Trade Privacy for Convenience - A Global Index

Das Vertrauen in den Datensektor wiederaufbauen

Raffinesse schwächt. Sie beunruhigt die Forscher, die im Zeitalter der Big Data versuchen, aus Datenbergen neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die Analyse der Datenflüsse vieler Menschen könnte neue Erkenntnisse zu praktischen Problemen bringen – in der medizinischen Diagnostik, bei der Steuerung der Patienten in Krankenhäusern, in der Überwachung von Verkehr und größeren Menschenmengen. Wenn das Vertrauen in die Art, wie Daten erhoben, gespeichert und geschützt werden, zusammenbricht, könnte sich die Begeisterung für den Datenaustausch schnell abkühlen. Auch positive Entwicklungen in Zukunft sind dann unwahrscheinlich.

„Wir treten in das Zeitalter der sogenannten Data Economy ein, in dem Daten mithilfe künstlicher Intelligenz, die bessere Ergebnisse erzielt, zu einem wertvollen Gut werden“, erklärt Jason Bohnet, Head of Technology, Media and Telecoms Research bei Aviva Investors. „Benutzer müssen darauf vertrauen können, dass ihre Daten angemessen und sicher verwendet werden. Sonst kommt es nicht mehr darauf an, wie gut die Angebote sind, denn sie werden einfach abgelehnt. Wenn wir jedoch zu zynisch werden und den Datenaustausch und das Wachstum behindern, halten wir den Wandel und die Innovation zurück. Wenn wir zu schnell unter Missachtung der Cybersicherheit und der Grundrechte vorgehen, verlieren wir das Vertrauen in Daten, was alle Ergebnisse bedeutungslos macht.“

In der Spieltheorie spricht man vom Nash-Gleichgewicht. Es handelt sich um die Frage, wie auf der Grundlage des Verhaltens der einzelnen Spieler ein optimales Ergebnis für die Gesellschaft erzielt werden kann. In dieser misslichen Lage wurden einige Vorschläge gemacht, die das Interesse an der Datenkette wiedererweckt.

In den USA schlug MIT-Professor Alex Pentland einen „New Deal on Data“ vor, d.h. die Menschen sollten Eigentümer ihrer Daten sein10 – ein Vorschlag, der wenig mit dem gegenwärtigen US-Regime gemeinsam hat. In Großbritannien versuchte Berners-Lee mit seiner „Magna Carta for Data“ von den Benutzern Empfehlungen zur Verbesserung des Internets zu erhalten. Letztlich wurde die 1215 verankerte Idee bestätigt, dass alle dem Recht unterliegen sollten. Darüber hinaus bildet es die Grundlage der neuen EU-Datenschutzverordnung (DSGVO), die am 25. Mai 2018 in Kraft trat, eine der umfassendsten Revisionen des Datenschutzes seit vielen Jahren.

Die DSGVO gilt für alle Unternehmen, die personenbezogene Daten für in der EU ansässige Menschen verarbeiten – ihre Adressen, Bankverbindungen, Web-Suchen usw. Wie beim „New Deal“ von Pentland steht die Ansicht, dass der Einzelne die Kontrolle über seine Daten ausübt, im Mittelpunkt. Im Rahmen der DSGVO dürfen Daten nur für ganz bestimmte Zwecke, aber nicht für andere Projekte erhoben werden. Jeder Mensch behält sich das Recht vor, die Einwilligung zur Nutzung seiner Daten zurückzuziehen, und kann fordern, vergessen zu werden. Die Verordnung schreibt vor, dass die Datensammler genaue Aufzeichnungen führen, die Daten schützen und die Betroffenen Anspruch auf Richtigstellung haben. Umfassende Verstöße gegen den Datenschutz sind kostspielig. Unternehmen drohen Geldbußen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den aktuellen Strafgebühren darstellt.

Für die europäischen Regulatoren ist die DSGVO besonders wichtig, weil sie die Anforderungen an die Datenwirtschaft formalisieren und zukunftssicher gestalten soll. „Der Sektor der künstlichen Intelligenz ist heute stark vom Datenzugriff beherrscht“, erklärt O’Sullivan. „Die DSGVO ist eine Rechtsvorschrift zum Schutz der Privatsphäre und der Daten, aber ich betrachte sie auch als das weltweit erste Gesetz über künstliche Intelligenz.“

Welche Art von Datenschutz?

China nutzt die Daten, um eine weltweit führende Stellung bei künstlicher Intelligenz aufzubauen.

Die DSGVO gehört zu einer ganz bestimmten Ethik-Kultur. Im Hinblick auf die Verarbeitung personenbezogener Daten steht Europa am konservativen Ende des Spektrums, während China am entgegengesetzten Ende positioniert ist. Chinesen werden von Geburt an aufmerksam und umfassend überwacht. Das Land dürfte die Daten dazu verwenden, eine globale Führungsmacht in der künstlichen Intelligenz zu werden. „Die drei Ethik-Kulturen – Europa, USA und China – unterscheiden sich stark hinsichtlich der Datennutzung und des Datenzugriffs“, so O’Sullivan. „In den USA sind die Unternehmen Eigentümer der erhobenen Daten. Nicht aber in Europa. Hier bestimmt jeder Mensch über seine eigenen Daten.“

O’Sullivan ist der Ansicht, diese Tatsache mache einen großen Unterschied. „Wir haben in Europa eine viel solidere Basis für die Entwicklung von Technologien zum Schutz der personenbezogenen Daten und der Grundrechte als die USA oder China. Es wird einen Markt für Datenschutz geben – ein Geschäftsmodell rund um den Datenschutz. Diese drei Kulturen sind die wichtigsten Zahnräder dieser Branche.“

Trotzdem ist die Frage strittig. „Was passiert, wenn Sie dem europäischen Datenschutzmodell folgen und die Daten aus der Datenwirtschaft entfernen?“ fragte die US-Republikanerin Marsha Blackburn im Jahr 2010.11 „Die Erträge sinken, die Innovation verlangsamt sich und die klugen Köpfe wandern ab.“

Die DSGVO wurde als Belastung für Unternehmen dargestellt, für die EU-Recht gilt. Möglicherweise besiegelt sie das Schicksal der europäischen Firmen, die Daten von Dritten nutzen. Alternativ könnte die DSGVO viel höhere Standards für das Datenmanagement und ein System des Datenschutzes fördern, in dem die Verbraucher Dienstleister mit mehr oder weniger strengen Datenschutzrichtlinien auswählen. Sie könnte auch Investitionsentscheidungen beeinflussen, etwa wo Unternehmen ihre Rechenzentren ansiedeln.

Alle, die sich um die Bekanntgabe von Daten online sorgen, sollten sich für MetaGer interessieren, einen eingetragenen gemeinnützigen Verein, der von der Leibniz Universität Hannover betrieben wird und dessen Werte sich deutlich von jenen der dominierenden Akteure unterschieden. MetaGer zeichnet IP-Adressen oder privaten Daten nicht auf. Alle Serverzentren liegen in Deutschland.

Was bedeutet das für die internationalen Player? Das regulatorische Risiko steigt. Sogar Zuckerberg meint, strengere Regeln für Big Tech seien „unvermeidlich“.12 Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre begünstigen Unternehmen, deren Strategien der Anonymität Priorität einräumen. Das erklärt, warum die Suchmaschine DuckDuckGo im Jahr 2017 um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen konnte.13

Doch die Plattformen, deren Geschäftsmodelle historisch auf Tracking angewiesen sind – wie Facebook14 und Alphabet, die Mutter von Google, 15 – leiden nicht unter den Folgen der Abkehr der Verbraucher. Im Gegenteil, beide wiesen 2018 deutlich höhere Umsätze und Gewinne aus.

„Ich glaube nicht, dass die Menschen aufhören nach Dingen zu suchen, Landkarten und Übersetzungen zu nutzen“, sagt Bohnet. „Heute ist die digitale Infrastruktur Teil unseres Alltags geworden: Ich glaube, sie bleibt aus strukturellen Gründen.“ Die Verbraucher scheinen den Aufruf zu einer digitalen Entwöhnungskur nicht hören zu wollen.

Den Menschen wieder in der Wertschöpfungskette berücksichtigen

Da Europa sich für den Schutz der personenbezogenen Daten stark macht, stellt sich unweigerlich die Frage: Wer könnte davon profitieren?

Derzeit nutzt der Großteil der Wertschöpfung aus den Daten, die von Milliarden von Menschen stammen, einer relativ kleinen Anzahl von Unternehmen, die ihre Plattformen eisern im Griff haben. Obwohl die Benutzer in den Genuss kostenloser Dienste kommen, sind sie effektiv aus der Wertschöpfungskette ausgeschlossen. Bruce Schneier, Sicherheitsexperte und Bestsellerautor, bezeichnet dieses Modell als „feudal“.16 Er vergleicht es mit Pächtern, die das Recht haben, den digitalen Raum zu bewohnen, jedoch dafür bezahlen müssen. Die Benutzer haben keinen Anspruch auf den Mehrwert, der durch die Erhebung und Analyse ihrer Daten erzielt wird.

Ein neues Modell könnte darin bestehen, die Benutzer für das Recht auf Zugang zu ihren Daten zu vergüten. Das fassen Websites wie CitizenMe ins Auge. Sie versprechen Benutzern und Unternehmen Geld, wenn sie bestimmte Präferenzen und Daten bekanntgeben. Das Modell steckt noch in den Kinderschuhen, aber O’Sullivan glaubt, der Handel mit personenbezogenen Daten – mit der Zustimmung der Betroffenen – könnte sich mit der Zeit zu einer völlig neuen Branche entwickeln.

Wer sich von dem feudalen Datenjoch befreien will, kann kostenlose Dienste ablehnen und sich für „Pay-to-Play“ entscheiden. Netflix und Spotify beweisen, dass abonnementbasierte Dienste funktionieren. Bei Suchmaschinen und sozialen Medien ist die Frage noch offen.

Datenschutz: Killer-Anwendung für die Blockchain?

Noch nicht ganz klar ist, wie Unternehmen Datenschutz und Datensicherheit skalieren können. Hier bietet sich die Blockchain an, die auf der Distributed-Ledger-Technologie beruht. Theoretisch bietet sie einige Vorteile, denn die Benutzer von Online-Diensten müssten nicht immer wieder sensible Informationen wie ihre persönliche Bankverbindung in digitale Anwendungen eingeben. Auch das Risiko eines grundlegenden Systemversagens würde sinken, da das Risiko auf mehrere Ledger-Betreiber verteilt ist.

Das Problem des Datenschutzes und der Datensicherheit beschäftigt auch die Forscher am MIT. Die Spezialisten schlugen vor, ein Protokoll einzusetzen, das auf bestehende Blockchains aufgesetzt wird. Es sollte geheime Verträge verwenden, die Daten verwenden, ohne sie jemals tatsächlich zu sehen. So könnten die Benutzer ihre eigenen Informationen sperren und verhindern, dass sie ohne ihre Zustimmung monetisiert oder analysiert werden.

Zur Veranschaulichung kann man an einen Benutzer eines Dienstes denken, dessen persönliche Daten verschlüsselt und im schattierten Bereich der Abbildung oben untergebracht werden. Falls der Benutzer auf einen Dienst zugreifen will, wird ein entsprechender Antrag gestellt, digital bewertet, aber nicht gelesen. Diese Anfrage erzeugt eine verschlüsselte Antwort – sodass der Dienstleister die sensiblen Daten selbst nie einsieht. 17

Ironischerweise heißt das MIT-Projekt „Enigma“, wie die Rotor-Chiffriermaschine des deutschen Ingenieurs Arthur Scherbius. Im Zweiten Weltkrieg bemühten sich die Alliierten, Enigma und den Schlüssel zu knacken. Es gelang schließlich Agenten in Polen und Großbritannien. Auch das Enigma des MIT wurde gehackt, kurz vor der geplanten Einführung einer Kryptowährung im Jahr 2017.18

Trotzdem meinen immer noch viele, dass die Blockchain als Instrument für den Datenschutz einen Wandel herbeiführen könne – eine Killer-App. „Es geht nicht nur um die Privatsphäre der Menschen“, erklärt O’Sullivan. „Sondern um die Monetarisierung, den Handel und vor allem den Schutz personenbezogener Daten.“ Nicht klar ist noch, wie diese Lösung bereitgestellt wird.

Chancen im Zeitalter der Big Data

Die Möglichkeiten, die sich aus der Datenflut in einer dicht vernetzten digitalen Welt ergeben, sind schier unendlich. Die Informationen könnten ein grundlegend anderes und besseres Verständnis der Geschehnisse vermitteln und die Grenzen unseres Wissens erweitern. Zuvor ist jedoch eine Reihe heikler Fragen zu beantworten, unter anderem die Ethik.

Unternehmen, die bislang einfach alle Daten erhoben haben, kennen den Wert ihrer Beute, aber das Recht ihres Vorgehens wird heute hinterfragt. Wenn wir den Vergleich von Berners-Lee weiterspinnen, würde es heißen: Beachte den Wind, zieh dich warm an und leg dich ins Zeug. Es ist Zeit, nachzudenken.

China nutzt die Daten, um eine weltweit führende Stellung bei künstlicher Intelligenz aufzubauen.

Chancen und Gefahren in der Datenwirtschaft

Welche Auswirkungen hat der tiefgreifende Wandel im Technologiesektor auf Investments? Tech-Papiere haben die Märkte 2017 getragen. Sieben der zehn Unternehmen mit der höchsten Börsenkapitalisierung sind Technologiekonzerne.

Deshalb dürfte es sich lohnen, die Bewertungen im Auge zu behalten, warnen die Analysten vor einer Trendumkehr.19 Von möglichen regulatorischen Herausforderungen bis hin zur vermehrten Nutzung von Ad-Blockern durch Millenials20 gibt es in einigen Bereichen Grund zur Vorsicht.

Cybersicherheit – ein Anlagethema mit einem mehrjährigen Horizont?

Trotzdem könnten sich einige Anlagethemen über längere Zeiträume als widerstandsfähig erweisen, beispielsweise die Cybersicherheit. Denn das Problem ist enorm. Man kann wohl davon ausgehen, dass es immer Übeltäter geben wird, die versuchen, die Schwachstellen in Systemen jeder Art für sich zu nutzen. Früher waren es die IT-Netze von Unternehmen mit 50.000 bis 500.000 Endpunkten, die gesichert werden mussten.21

Wenn jedoch Technologie in Gegenständen des Alltags integriert ist, steigt das Risiko enorm. Ein einziges Netzwerk könnte Millionen und Abermillionen Endpunkte aufweisen. Von jedem Gerät bis hin zur Stromversorgung, der Heizung und den Kühlsystemen der Rechenzentren gibt es viele Punkte, von denen aus Hacker ins Netzwerk eindringen können. Deshalb erwarten IT-Research-Firmen wie Gartner einen kräftigen Anstieg der Ausgaben für Cybersicherheit in den nächsten Jahren. Bis 2021 dürften sich die Ausgaben für das Internet der Dinge beinahe verdreifachen.22

Figure 2:

Daher könnte es sich lohnen, Unternehmen, die wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Kontrollen und zur Minimierung von Cyberbedrohungen treffen, im Auge zu behalten. Es verwundert nicht, dass die führenden US-Anbieter von Cybersicherheitssystemen im Jahr 2018 deutlich besser als der NASDAQ abschnitten.23

Angewandte Technologien, die immer mehr Daten, generieren, schaffen praktische Probleme. Ein selbstfahrendes Auto allein erzeugt bereits knapp ein Gigabyte Daten pro Sekunde.24 Obwohl es also fast unmöglich ist, abzuschätzen, wie schnell neue Technologien eingeführt werden, ist damit zu rechnen, dass die Daten- und Metadatenmenge künftig rasant steigen. Es werden eventuell so viele Daten erzeugt, dass es gar nicht mehr möglich sein wird, alle zu speichern.

Es bräuchte etwa 16 Milliarden der heute größten 12 Terabyte-Festplatten für Unternehmen, um die 163 Zettabyte Daten zu speichern, die 2025 in einem einzigen Jahr entstehen. Dabei haben die Festplattenanbieter in den letzten zwanzig Jahren gerade Mal vier Zettabyte Kapazität erzeugt. Das Exabyte, das allen jemals in der Geschichte gesprochenen Wörtern entspricht, wirkt im Vergleich dazu winzig.

Investoren, die den umfassenden Wandel nutzen wollen, sollten Unternehmen erwägen, die Speicherchips zur Code-Speicherung oder -Verarbeitung herstellen bzw. andere Teile der physischen Infrastruktur zur Übertragung und Speicherung von Daten dominieren. Einige Branchen zeichnen sich durch hohe Eintrittsbarrieren und vergleichsweise robuste Geschäftsmodelle aus. Die Kombination von Unternehmen, die Fernmeldetürme und Rechenzentren betreiben, mit Unternehmen, die Komponenten für digitale Geräte liefern, bietet die Möglichkeit, von unterschiedlichen Risikoprofilen sowie relativ unkorrelierten Renditen zu profitieren und gleichzeitig auf Wachstum zu setzen.

Der Datenverkehr über Cloud-Datenzentren – die die Bereitstellung von IT-Anwendungen und anderen Ressourcen ermöglichen – wächst voraussichtlich sehr rasch.25 Angesichts des erwarteten Wachstums der Datentransfers in der Cloud, durch das Kopieren von Inhalten einer Website auf mehrere Datenzentren und Video-Streaming, könnten erfolgreiche Cloud-Betreiber hohe Kapitalflüsse generieren. Umgekehrt könnte die Rentabilität von herkömmlicher Hardware und traditionellen IT-Dienstleistungsunternehmen abnehmen.

Entwöhnen oder nicht entwöhnen?

Eine erneute Überprüfung der sozialen Netzwerke, der psychologischen Instrumente zur Steigerung des Engagements und der Methoden des digitalen Marketings hat dazu geführt, dass die Benutzer genauer darüber nachdenken, wie viel Zeit sie online verbringen.

Die Reaktionen reichen von extremeren Aufrufen, alle Konten in sozialen Netzwerken sofort zu löschen, siehe Jaron Laniers „Ten Arguments for Deleting Your Social Media Accounts Right Now“, bis hin zu maßvolleren Aktionen.

Was wissen wir eigentlich über die gesundheitlichen Folgen digitaler Technologien?

Gehirnscans zeigen, dass die Internetnutzung die Struktur des Gehirns ändert, so die Forscher im Memory and Aging Research Center an der UCLA. Die Auswirkung kann positiv sein und die Teile des Gehirns optimieren, die zur kognitiven Verarbeitung verwendet werden. Bei erstmaligen Internetnutzern im Alter von 55–78 Jahren sind die Veränderungen bereits in einer Woche zu beobachten.26

  • Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass junge Menschen, deren Aufmerksamkeit durch Smartphones gemindert ist, nicht so effektiv lernen.
  • Gespräche ohne mobile Geräte führen meist zu höherer Empathie.27
  • Der häufige Besuch auf Social-Networking-Sites wurde auch mit Depressionen und größeren Stimmungsschwankungen in Verbindung gebracht.28 Doch die Beweislage ist durchwachsen: Eine Studie mit über 120.000 britischen Teenagern fand 2017 keinen Zusammenhang zwischen geistigem Wohlergehen und mäßiger Nutzung digitaler Technologie. Es gab messbare, wenn auch kleine negative Assoziationen bei Menschen, die stark engagiert waren.29
  • Jeder dritte Internetnutzer weltweit ist ein Kind. Algorithmisch ausgewählte Inhalte wecken Bedenken hinsichtlich Verantwortung und Handlungsmacht.30 

Quellenangaben

  1. „Tim Berners-Lee on the future of the web: The system is failing“, The Guardian, November 2017
  2. „Improving GDP: demolishing, repointing or extending?“, unter der Leitung von Jonathan Haskel, The Conference Board and Georgetown Center on Business and Public Policy, September 2017
  3. The Princeton Web Transparency and Accountability Project, Arvind Narayanan and Dillon Reisman, Mai 2017
  4. „Getting to know you“, The Economist, September 2014
  5. „Internet surveillance, regulation, and chilling effects online: a comparative case study“, Jonathon W. Penney, Journal On Internet Regulation, Volume 6 Issue 2, Mai 2017
  6. ‘Sam Amrani tracks you in Pret. And at Starbucks. And down the pub’, Wired, February 2018
  7. „A digital deal for the smart city: participation, protection, progress“, Jathan Sadowski, wird 2018 veröffentlicht
  8. Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948
  9. „Facebook CEO Challenges the Social Norm of Privacy“, Reuters, Januar 2010
  10. „With Big Data comes Big Responsibility“, Harvard Business Review, November 2014
  11. „Why does privacy matter?“’ The Atlantic, Februar 2013
  12. „Zuckerberg: Federal regulation of Facebook 'inevitable'“, USA Today, 11. April 2018
  13. „This search engine is profitable without tracking you online. And Google and Facebook could do It too“, Time.com, May 2016
  14. „Facebook sales top estimates, fueled by ads; shares jump“, Bloomberg, April 2018
    ‘Ad sales surge at Google parent Alphabet, but so do costs’, Reuters, April 2018
  15. „Ad sales surge at Google parent Alphabet, but so do costs“, Reuters, April 2018
  16. „The battle for power on the internet“, Bruce Schneier, Oktober 2013
  17. „Decentralizing privacy: using blockchain to protect personal data“, Guy Zyskind, Oz Nathan and Alex ’Sandy’ Pentland, 2015 IEEE CS Security and Privacy Workshops
  18. „Enigma will refund ICO investors who lost $500,000 to scammers“, TechCrunch, August 2017
  19. „Tech Wreck,’ ‘Techlash,’ ‘Techmaggedon’ – whatever you call it, Wall Street is terrified of it“, Seeking Alpha, März 2018
  20. Adblock-Bericht 2017 PageFair. Der Einsatz von Adblockern wuchs 2016 weltweit um 30 Prozent, das letzte volle Jahr, für das Daten zur Verfügung stehen. 11 Prozent der weltweiten Internet-Benutzer blockieren inzwischen Anzeigen im Web.
  21. „A new posture for cybersecurity in a networked world“, McKinsey, März 2018
  22. „Gartner says worldwide IoT security spending will reach $1.5 billion in 2018“, Gartner, März 2018
  23. Basierend auf ETFMG Prime Cyber Security ETF (HACK) vs. NASDAQ, Juni 2018
  24. „Self-driving cars will create 2 petabytes of data, What are the big data opportunities for the car industry?“ Datafloq, Juli 2017
  25. Cisco Global Cloud Index: Forecast and Methodology, 2015–2020
  26. „First-time Internet Users Find Boost In Brain Function After Just One Week“, Science Daily, Oktober 2009
  27. „The iPhone Effect: the quality of in-person social interactions in the presence of mobile devices“, Shalini Misra, Lulu Cheng, Jamie Genevie and Miao Yuan, Environment and Behavior 1–24, 2014
  28. „Social networking sites, depression, and anxiety: a systematic review“, Elizabeth M. Seabrook, Margaret L. Kern, Nikki S. Rickard, JMIR Mental Health, 2016
  29. „Smartphones are bad for some teens, not all“, Candace Odgers, Nature, Februar 2018
  30. „Detecting Depression and mental disease on social media: an integrative review“, Sharath Chandra Guntuku, David B. Yaden, Margaret L. Kern, Lyle H. Ungar und Johannes C. Eichstaedt, Current Opinion in Behavioural Science, 2017.

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